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Die Schlosskapelle
ist Johannes dem Täufer geweiht.
1331
wird erstmals ein Schlosskaplan in
Peigarten erwähnt.
Die Schlosskapelle ist die älteste
Kapelle im Pfarrgebiet Thaya.
Seit 1386
gehört ein eigener Priester zur
Schlosskapelle.
1644,
als Peigarten an das Stift Lilienfeld
kommt, wird der Kapellenraum, der
aus zwei tonnengewölbten Räumen
besteht, die mit Stichkappen versehn
und von einem Gurtbogen getrennt sind,
neu gestaltet.
Auch
die um 1730 durchgeführten Arbeiten
sind heute noch sichtbar: Die reiche
Stuckverzierung besteht aus Balchdachinen,
Fruchtbuketten, Gittermustern, ...
An einem Pfeiler ist das quadratische
Sakramentshäuschen angebracht,
in profilierter Rahmung, mit Blättern
in den Ecken, von einem Baldachin
(Lambrequin) mit zwei Wappen bekrönt.
Auf der Westseite befindet sich das
Herrschaftsoratorium das zugemauert
war und 1982 wieder geöffnet
wurde.

Auf
dem Gurtbogen steht auf Fahnenstoff
geschrieben:
"Indulgentiae plenariae in
festo Sancti Johannis Babtistae Praecursoris
Domini"
(Vollkommener Ablass zum Fest des
Heiligen Johannes des Täufers
des Vorläufers des Herren)
1987
werden bei Renovierungsarbeiten
romanische
Fresken entdeckt!

Die jüngeren
Apostelkreuzfresken weisen darauf
hin, dass die Schlosskapelle von einem
Bischof geweiht wurde und damit im
Rang einer Kirche steht!

1979
machte Dr. Martin Wolfer die Schlosskapelle
der Öffentlichkeit wieder zugänglich.
Die
erste Handlung war die Taufe
der Schloss-Tochter Julia Magdalena
Wolfer am 1.November des Jahres
1978. Sie wurde vom Vater des Schlossherren,
Oberkirchenrat Prof. Mag. Jakob Wolfer,
und Pfarrer Florian Schweitzer aus
Thaya abgehalten.
 
Der erste ökumenische
Gottesdienst wurde am 1.
November 1979 abgehalten. Damals versammelten
sich um die 500 Menschen auf Schloss
Peigarten um den neuen Schlossherren
zu sehen und dem Gottesdienst beizuwohnen.
Somit fand der erste ökumenische
Gottesdienst im Waldviertel in der
Schlosskapelle von Peigarten statt!
Oberkirchenrat Prof. Mag.
Jakob Wolfer hielt die Predigt,
der röm. kath. Pfarrer von Thaya,
Konsistorialrat Pfarrer Florian
Schweitzer hielt die Liturgie.
Zitat
Jakob Wolfer: "Ich
machte die Gottesdienstordnung und
liess sie auch vervielfältigen.
Martin (Dr. Martin Wolfer) meinte,
dass wir 300 Abzüge brauchen
werden. Mir schien das übertrieben
zu sein und ich liess nur 150 machen.
Und dann gab es eine Überraschung!
Es kamen 500 Menschen und füllten
nicht nur die Kapelle sondern auch
den grossen Saal bis auf den letzten
Platz, ja standen auch dicht gedrängt
in den Gängen."
Photos:
Pressebericht:
Seither findet
jährlich im November ein ökumenischer
Martinigottesdienst in der Schlosskapelle
statt.

1987 wurde die Schlosskapelle
aufwändig und komplett renoviert.
Heute
können Sie in der Schlosskapelle
Peigarten heiraten
oder ihre Kinder taufen lassen!

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